Hinweis: brandenburg.de hat seine Internet-Seiten auf barrierefreien Zugriff optimiert und verwendet deshalb standardisiertes CSS (Stylesheets). Sollte Ihr Browser dieses nicht korrekt anzeigen, unterstützt er nicht die üblichen Webstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.
Waldbild (Quelle: P. Schüler)

Auftrag


Der Beirat für Nachhaltige Entwicklung wurde für die Dauer der 5. Legislaturperiode berufen. Minister Vogelsänger hat im Ausschuss für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landtags am 04.03.2015 mitgeteilt, dass eine Neuberufung des Beirats in der 6. Legislaturperiode nicht vorgesehen ist. Die Internetseite des Beirats wird daher nicht mehr aktualisiert.
Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft koordiniert den Umsetzungsprozess der Landesnachhaltigkeitsstrategie. Dazu wurde Karl-Heinrich v. Bothmer als Nachhaltigkeitsbeauftragter der Landesregierung ernannt. Die Interministerielle Arbeitsgruppe Nachhaltige Entwicklung (IMAG NE) wird auch in der neuen Legislaturperiode fortgeführt.




Ein zukunftsfähiges Brandenburg braucht eine Politik, die sich am Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung orientiert. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es auch des Sachverstands von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Region. Die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat für die Dauer der 5. Legislaturperiode des Landtages den Beirat für Nachhaltige Entwicklung berufen, der sich am 15. April 2010 konstituiert hat. Der Beirat soll die Landesregierung insbesondere bei der Aufstellung der Landesnachhaltigkeitsstrategie beraten und den dazu notwendigen gesellschaftlichen Dialog unterstützen. Die Beiratsmitglieder arbeiten ehrenamtlich und werden durch eine Geschäftsstelle unterstützt.



Der Beirat für Nachhaltige Entwicklung (NHB) hat am 03. September 2014 seinen Bericht zum Abschluss der 5. Legislaturperiode an die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Frau Tack übergeben. Der Beirat zieht darin Bilanz zum Prozess der Erstellung der Landesnachhaltigkeitsstrategie und entwickelt Vorschläge für den Umsetzungsprozess in der kommenden Legislaturperiode.




Die Landesregierung hat am 29. April 2014 die Nachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg beschlossen. Damit ist eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung in Brandenburg geschaffen. Die Landesregierung verpflichtet sich mit dieser Strategie, ihre Politik an den Maßstäben der Nachhaltigkeit auszurichten.

Wesentliche Grundlage für die Landesnachhaltigkeitsstrategie waren die Empfehlungen für die Landesnachhaltigkeitsstrategie des Beirats für Nachhaltige Entwicklung vom 22. März 2013. Eingeflossen sind außerdem die Ergebnisse des Dialogprozesses‚ den die Landesregierung im Vorfeld durchgeführt hat.

Dieser Dialogprozess gliederte sich in zwei Phasen. Von März 2012 – März 2013 hatte die Landesregierung unter Mitwirkung des Beirates in Dialogforen, Workshops und einem Jugendforum die Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Diskussion über die Inhalte der Landesnachhaltigkeitsstrategie eingeladen. Am 22. November 2013 wurde von der Landesregierung dann der Entwurf einer Nachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg vorgelegt, der auf einer Nachhaltigkeitskonferenz am 06.12.2013 sowie in einer Online-Konsultation vom 22. November bis zum 20. Dezember 2013 mit der Öffentlichkeit diskutiert wurde.


Nach Auffassung des Beirats für Nachhaltige Entwicklung sollte die Landespolitik einen grundlegenden Perspektivwechsel vornehmen, um den Herausforderungen vor allem des Klimawandels und der demografischen Entwicklung begegnen zu können und die Lebensqualität für die Menschen in Brandenburg zu verbessern. Dazu bedarf es einer klaren Neuorientierung der Politik am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Erste Anhaltspunkte für die Ausrichtung der Landespolitik am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung liefern die in der Landesnachhaltigkeitsstrategie entwickelten vier Kernfragen:


  • Werden die natürlichen Lebensgrundlagen so genutzt, dass die ökologische Tragfähigkeit der Erde bewahrt bleibt?

  • Dienen das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Handeln dazu, die Wohlfahrt und das Wohlbefinden zu erhöhen?

  • Tragen die internationalen Beziehungen Brandenburgs zu einer größeren Solidarität und Entwicklungsstabilität in der Einen Welt bei?

  • Fördert das Handeln von Politik, Verwaltung und Unternehmen die Teilhabe Aller an den Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen und damit die Demokratie als Lebensform?


Die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist ein politischer Prozess. Für den Erfolg einer solchen Strategie ist die Beteiligung der Menschen vor Ort entscheidend. Die Landesregierung sollte die vielversprechende Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung der Landesnachhaltigkeitsstrategie daher unbedingt fortführen. Jede Strategie ist nur so gut wie Ihre Umsetzung. Darauf wird es nach der Verabschiedung der Landenachhaltigkeitsstrategie vor allem in der kommenden Legislaturperiode ankommen. Der Landesregierung kommt hierbei in ihrem Handeln eine zentrale Vorbildfunktion zu.





Ausgangspunkt für die Entwicklung der Landesnachhaltigkeitsstrategie in Brandenburg war der Beschluss des Landtages vom 21. Januar 2010 zur Nachhaltigen Entwicklung. Auf Grundlage der vom Beirat im September 2010 formulierten Empfehlungen für Eckpunkte einer Landesnachhaltigkeitsstrategie hatte die Landesregierung am 8. Februar 2011 "Eckpunkte einer Strategie für Nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg"" beschlossen.

Bereits in der vergangenen Legislaturperiode stand der Beirat für Nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschutz der Landesregierung beratend zur Seite und beendete im Oktober 2009 seine Arbeit mit der Vorlage des Berichtes Brandenburg auf dem Weg zur Modellregion für Nachhaltige Entwicklung. Informationen zum Beirat für Nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschutz finden Sie im Archiv.








Foto: Konstituierende Sitzung des Nachhaltigkeitsbeirats am 15. April 2010 (Quelle: Frank Beck)Foto: Konstituierende Sitzung des Nachhaltigkeitsbeirats am 15. April 2010 (Quelle: Frank Beck)



01.04.2015