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Vorstellung Albert Statz

Welche Ziele kann der Beirat für Nachhaltige Entwicklung durch Ihre
Mitarbeit erreichen?


Die Einsicht in die Notwendigkeit einer Politik der Nachhaltigkeit ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der Beirat kann durch seine fachlichen Stellungnahmen dazu beitragen, den politischen Blick über die bestehende Politik hinaus zu weiten und sie „zukunftsfähiger“ zu machen. Das erfordert eine Überwindung partikularer Interessen und Sichtweisen, eine öffentliche Diskussion und eine Stärkung der demokratischen Partizipation. Dabei ist vor allem deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit mehr ist als Umweltschutz und alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft betrifft. Brandenburg sollte in dieser Legislaturperiode eine umfassende Landesnachhaltigkeitsstrategie verabschieden, die das konkrete Handeln der Landesregierung anleitet, ein Vorbild darstellt und dadurch zunehmend auch das gesellschaftliche Leben und wirtschaftliche Handeln prägt.

Wo sehen Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte in der Beiratsarbeit?
Was notwendig ist, wohin wir steuern müssen, darüber wissen wir viel. Nachhaltigkeit als politische Strategie zu begreifen ist aber nach wie vor ein Defizit. Als Politologe und aufgrund meiner politischen Erfahrungen im Bundesumweltministerium, wo ich für Nachhaltigkeitsfragen zuständig war, möchte ich dazu beitragen, dass die Landesregierung die Prinzipien der Nachhaltigkeit in einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie formuliert, überprüfbare politische Ziele formuliert und Nachhaltigkeit in ihren Institutionen und Verfahren als Querschnittsaufgabe fest verankert. Integraler Bestandteil einer Nachhaltigkeitsstrategie sollte zum Beispiel eine fest verankerte Nachhaltigkeitsprüfung von Vorhaben der Landesregierung sein. Ebenso die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe und eine Unterstützung der gesellschaftlichen Initiativen, die sich das Umsteuern zu einer nachhaltigen Entwicklung auf ihre Fahnen geschrieben haben.


19.03.2012