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Foto Prof. Dr. Wiggering

Vorstellung Prof. Dr. Hubert Wiggering

Welche Ziele kann der Beirat für Nachhaltige Entwicklung durch Ihre Mitarbeit erreichen?

So sehr Nachhaltigkeit als Begriff auch überstrapaziert sein mag, erachte ich doch nach wie vor die Prinzipien der Nachhaltigkeit als die zukunftsorientierte Grundlage für für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen zur Nachhaltigkeit mit all den dazu gehörigen Teilaspekten in die politische Entscheidungsfindung einzubringen, betrachte ich als lohnenswerte Aufgabe. Diesen Transfer aus der Wissenschaft heraus sehe ich gleichzeitig als Verpflichtung und Herausforderung.

Wo sehen Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte in der Beiratsarbeit?

Als Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU oder die „Umweltweisen“) der Bundesregierung habe ich sieben Jahre lang viele Facetten der Politikberatung kennen lernen dürfen. Zudem gehöre ich auch noch vielen anderen europäischen, nationalen wie föderalen Beratungsgremien an, was meinen Blick dafür geschärft hat zu erkennen, wo Beratungsbedarf in der Politik notwendig ist, wie weitreichend die Empfehlungen und manchmal auch die Forderungen gehen sollten, was durch die Politik aufgegriffen werden kann, wo Politik (zunächst) beratungsresistent sein wird und wo es gilt, beharrlich immer wieder auf Fehlentwicklungen, notwendige Entwicklungen und Zukunftsstrategien hinzuweisen.
Konkret geht es in dieser Legislaturperiode darum, eine Nachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg zu formulieren und dafür zu sorgen, dass diese ständig weiter entwickelt wird.
Als ganz wesentlichen Aspekt der Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie - gerade für einen Flächenstaat wie Brandenburg - sehe ich die Entwicklung einer Landnutzungskonzeption. Um all die Interessen der Landwirtschaft, der Energiewirtschaft, der Wasserwirtschaft, der Konkurrenz von Siedlungs- und anderweitig genutzten Räumen, dem Naturschutz und Fragen der Biodiversität, der Forderung nach Kulturlandschaft, dem Anspruch an Erholungsräume etc. gerecht zu werden, gibt eine Landnutzungskonzeption klare Orientierung für Politikentscheidungen und Handlungsmaßnahmen.



19.03.2012