Hinweis: brandenburg.de hat seine Internet-Seiten auf barrierefreien Zugriff optimiert und verwendet deshalb standardisiertes CSS (Stylesheets). Sollte Ihr Browser dieses nicht korrekt anzeigen, unterstützt er nicht die üblichen Webstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.
Foto: Prof. Dr. Reiner Brunsch

Vorstellung Prof. Dr. Reiner Brunsch

Welche Ziele kann der Beirat für Nachhaltige Entwicklung durch Ihre Mitarbeit erreichen?
Die stärkere Ausrichtung der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung auf die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ist für mich ein vorrangiges Ziel. Den sachlichen Dialog zu diesem Ziel in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens möchte ich aktiv unterstützen. Aus der Erfahrung im Umgang mit komplexen Problemen in Theorie und Praxis kann ich sicher dazu beitragen, lösungsorientierte Diskussionen mit Fachleuten ganz unterschiedlicher Disziplinen zu initiieren und zu leiten. Die Überwindung des disziplinären oder sektoralen Denkens und Entscheidens gilt es sowohl in der Wissenschaft, der Politik, aber auch in der Verwaltung zu überwinden – anders werden wir den Weg für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes nicht finden.

Wo sehen Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte in der Beiratsarbeit?
Ich freue mich, meine Erfahrungen und Kenntnisse aus der Leitung eines interdisziplinär arbeitenden Forschungsinstituts in die Diskussion für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes und unserer Region einbringen zu können. Aufgrund eigener beruflicher Erfahrungen in der praktischen Landwirtschaft hoffe ich auch die Sicht von wirtschaftlichen Akteuren im Beirat angemessen zu vertreten. Schließlich ist es in der Landwirtschaft lange Tradition die natürlichen Gegebenheiten, ökonomische Erfordernisse und soziale Auswirkungen in bestmögliche Übereinstimmung zu bringen. Wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unerwünschte Handlungen bei Landwirten hervorgebracht haben, so nutzt es nicht darüber zu klagen, sondern die Rahmenbedingungen müssen geändert werden. Hier sehe ich meinen besonderen Beitrag zur Verbesserung des Miteinanders von Natur, Mensch und Geld. Die rasante Veränderung der Verfügbarkeit unserer Lebensgrundlagen bedarf neuer Wertmaßstäbe. Diese wissenschaftlich fundiert zu entwickeln, in eine breite gesellschaftliche Diskussion einzubringen und letztlich zur Grundlage unseres Handelns werden zu lassen, sehe ich als äußerst dringend an. Deshalb werde ich mich dieser Herausforderung stellen, auch wenn das weit über die Arbeit im Beirat hinausgeht. Außerdem setze ich mich für eine gemeinsame Entwicklungsplanung von Brandenburg und Berlin ein, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens umfasst, von Infrastruktur bis Bildung und Forschung.


19.03.2012